
Eine 48-jährige Flachgauerin fiel Internetbetrügern zum Opfer.
Die Frau suchte im Internet die Möglichkeit, eine Autobahn-Jahresvignette online zu erwerben und gelangte über eine Suchmaschine auf einen Webshop. Im Glauben, eine Vignette um 96,40 Euro erworben zu haben, bestätigte die Frau einen sogenannten SMS-TAN. Da sie keine Bestätigung via Mail erhalten hatte sondern eine weitere Aufforderung einen SMS-TAN zu bestätigen, wurde die Flachgauerin misstrauisch und stellte in Folge eine Abbuchung von knapp 48.000, — Euro von ihrem Kreditkartenkonto fest. Die Erhebungen laufen.
Typische Merkmale von Fake-Shops:
- Ungewöhnlich günstige Preise: Sehr niedrige Preise für gefragte Produkte sind oft ein Hinweis auf eine unseriöse Anbieterin bzw. einen unseriösen Anbieter und ein „Lockangebot“, um schnell Käuferinnen bzw. Käufer anzuziehen.
- Fehlende oder unvollständige Impressumsangaben: Seriöse Anbieterinnen bzw. Anbieter stellen vollständige Informationen zur Identität und Erreichbarkeit des Unternehmens bereit, während Fake-Shops diese oft weglassen oder fiktive Adressen verwenden.
- Verdächtige Zahlungsmethoden – Zahlung per Vorkasse: Bei Fake-Shops werden häufig ausschließlich Vorkasse oder schwer rückverfolgbare Zahlungsmethoden (wie Kryptowährungen) angeboten, um es den Opfern schwer zu machen, ihr Geld zurückzubekommen.
- Mangelhafte Kontaktmöglichkeiten: Wenn lediglich eine E-Mail-Adresse angegeben ist, keine Telefonnummer hinterlegt oder das Kontaktformular nicht funktioniert, sollten Käuferinnen und Käufer skeptisch werden.
- Schlecht übersetzte Inhalte und Fehler im Text: Viele Inhalte solcher Webseiten sind schlecht übersetzt oder voller Rechtschreibfehler, was auf eine unprofessionelle Herkunft der Seiten hinweisen kann.
- Gefälschte Gütesiegel: Das angegebene Gütesiegel muss mit dem Siegelanbieter verlinkt sein. Prüfen Sie auf dessen Homepage, ob der Online-Shop über ein gültiges Zertifikat verfügt.
Präventionsempfehlungen der Polizei
- Auch im Internet gibt es nichts zu verschenken – Vorsicht bei zu günstigen Angeboten! Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, könnte es sich um einen betrügerischen Fake-Shop handeln. Überprüfen Sie die üblichen Preise bei anderen, bekannten Anbieterinnen bzw. Anbietern.
- Vertrauenswürdige Webseiten verwenden: Kaufen Sie nach Möglichkeit bei bekannten, etablierten Online-Shops ein oder achten Sie auf Gütesiegel und Zertifikate, die die Vertrauenswürdigkeit der Anbieterin bzw. des Anbieters belegen.
- Bewertungen über den Shop lesen: Recherchieren Sie Kundenbewertungen auf unabhängigen Portalen und achten Sie auf durchgehend negative oder übermäßig positive Kommentare, die gefälscht wirken könnten.
- Sichere Zahlungsmethoden nutzen: Verwenden Sie sichere Zahlungsmethoden wie Kreditkarte oder Zahlung auf Rechnung. Vermeiden Sie ungesicherte Vorabüberweisungen an unbekannte Anbieterinnen bzw. Anbieter.
- Checken Sie den Online-Shop auf den Homepages Watchlist Internet und Fake-Shop Detector !
Was tun im Schadensfall? - Fertigen Sie Screenshots von Nachrichten, Chats und E-Mails und Überweisungsbestätigungen an.
- Versuchen Sie, die Zahlung bei Ihrem Zahlungsdienstleister zu stornieren oder rückgängig zu machen.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und stellen Sie gesicherte Beweise zur Verfügung.
LPD Salzburg